Ich nutze LED-Masken von CurrentBody seit Jahren. Gerade deshalb war ich bei der Ankündigung der dritten Generation neugierig: Was soll eine neue Maske im Alltag tatsächlich besser machen, wenn die bisherige Routine bereits funktioniert? Die Antwort liegt für mich weniger in der Zahl der LEDs als in der Möglichkeit, die Behandlung nach Hautzonen anzupassen. Die CurrentBody LED-Maske 3. Generation kombiniert sechs Lichtwellenlängen, vier voreingestellte Programme und die neue MyDose-Funktion. Ich zeige dir, was dahintersteckt, für wen sich die Investition lohnt und wann du deine Serie 2 guten Gewissens weiterverwenden kannst.

Was ist an der CurrentBody LED-Maske 3. Generation neu?
Die wichtigste Neuerung ist MyDose: In der CurrentBody App kannst du Wellenlängen für verschiedene Gesichtszonen auswählen. Die App berechnet laut Hersteller anschließend die passende Lichtdosis. So kann eine Behandlung beispielsweise unterschiedliche Schwerpunkte für Stirn und Wangen setzen. Wer keine Einstellungen vornehmen möchte, nutzt eines der vier voreingestellten Programme direkt über den Controller. Eine App ist für den einfachen Einstieg also nicht zwingend nötig.
Die flexible Silikonmaske deckt auch das Kinn ab und enthält laut CurrentBody 750 LEDs in 125 Chip-Sets. Veritace bezeichnet die Qualitätsprüfung der einzelnen LEDs auf Wellenlänge und Lichtleistung. Das ist ein sinnvoller Ansatz: Bei Lichttherapie sind eine verlässliche Abgabe und regelmäßige Nutzung interessanter als eine möglichst beeindruckende LED-Zahl allein. Wie sich Passform und App im Alltag bewähren, ist für mich aber eine eigene Frage, die ich nicht aus technischen Daten ableiten würde.
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Was machen die sechs Lichtfarben der CurrentBody Maske?
Eine Lichtfarbe ist hier keine bloße Einstellung für die Optik. Jede der sechs angegebenen Wellenlängen wird für ein anderes Hautanliegen eingesetzt. Die Zahlen unten sind Ergebnisse aus Studien, auf die CurrentBody verweist, keine Zusage für dein individuelles Ergebnis. Besonders wichtig: Die Ergebnisse stammen aus unterschiedlichen Untersuchungen; sie lassen sich weder addieren noch als direkte Vergleichswerte für die sechs Farben lesen. Bei blauem Licht verweist die Marke auf eine veröffentlichte Untersuchung, bei mehreren anderen Wellenlängen auf beauftragte Anwendungstests.
Blaues Licht (415 nm): Unreinheiten gezielt angehen
Blau ist der Modus, den ich mir bei einzelnen unreinen Partien ansehen würde, etwa an Kinn oder Stirn. Licht in diesem Bereich kann Prozesse beeinflussen, die mit Aknebakterien zusammenhängen; die Maske soll damit das Erscheinungsbild von Unreinheiten verbessern. CurrentBody nennt eine Verringerung der Anzahl von Hautunreinheiten um 40 Prozent und führt dafür Goldberg und Russell (2006) an. Das ist keine mit der Series 3 selbst durchgeführte Studie und kein Versprechen, dass sich jede Form von Akne damit behandeln lässt. Bei ausgeprägter oder entzündlicher Akne gehört eine medizinische Abklärung vor eine Beauty-Routine.
Grünes Licht (532 nm): ungleichmäßigen Hautton adressieren
Grün ist auf sichtbare Pigmentierung und einen ungleichmäßigen Teint ausgerichtet. In einem von CurrentBody angeführten achtwöchigen Eurofins-Test verringerte sich der gemessene Pigmentierungswert um durchschnittlich 4,1 Prozent. Das ist eine eher kleine Zahl, die ich im Artikel bewusst nicht zu einem Versprechen vom „Wegstrahlen“ von Pigmentflecken aufblasen würde. Für mich wäre Grün eine mögliche Einstellung auf Bereichen mit sichtbaren Verfärbungen; Sonnenschutz bleibt bei Pigmentflecken die entscheidende Grundlage.
Gelbes Licht (590 nm): sichtbare Rötungen mildern
Gelb setzt CurrentBody für einen ruhiger und gleichmäßiger wirkenden Teint ein. Laut dem angeführten Eurofins-Test nahmen Rötungen nach acht Wochen um 8,6 Prozent ab, und zwar in der Gruppe mit höheren Ausgangswerten. Gerade dieser Zusatz ist wichtig: Wer kaum Rötungen hat, sollte aus der Zahl keine vergleichbare Wirkung für sich ableiten. Die Wellenlänge könnte für Zonen interessant sein, die sichtbar gerötet wirken; bei anhaltender starker Rötung oder Rosazea ersetzt die Maske keine fachliche Diagnose.
Rotes Licht (633 nm): Linien und das Hautbild
Rotlicht ist das vertraute Fundament der bisherigen CurrentBody Gesichtsmasken. Es wird vor allem eingesetzt, wenn feine Linien und ein weniger frischer Teint im Mittelpunkt stehen. CurrentBody nennt für 633 nm eine um 26,8 Prozent verbesserte gemessene Hauthelligkeit nach vier Wochen in einem SGS-Test. Hauthelligkeit ist dabei nicht dasselbe wie 26,8 Prozent weniger Falten. Wer meine Erfahrungen mit der roten LED-Routine nachvollziehen möchte, findet sie im Langzeitbeitrag zur Serie 2; diese Erfahrungen sind keine Testergebnisse der neuen Maske.
Nahinfrarot (830 nm): Elastizität im Fokus
Nahinfrarot ist für das Auge kaum sichtbar und gehört zusammen mit Rotlicht zur Basis vieler LED-Routinen gegen sichtbare Zeichen der Hautalterung. CurrentBody führt für 830 nm eine Verbesserung des instrumentell gemessenen Elastizitätswerts um 57,1 Prozent nach vier Wochen an. Das bedeutet nicht, dass die Haut für jede Betrachterin „57 Prozent straffer“ aussieht; Messgröße und sichtbarer Eindruck sind verschieden. Im Alltag finde ich vor allem die Kombination mit Rot spannend, weil beide Wellenlängen auch in den vereinfachten Programmen der Serie 3 vorkommen.
Tiefes Nahinfrarot (1072 nm): weitere Wellenlänge für Alterszeichen
Die 1072-nm-Wellenlänge war bereits eine Neuerung der Serie 2 und bleibt in der Serie 3 erhalten. Sie wird für das Erscheinungsbild von Falten und tiefer liegende Hautbereiche eingesetzt. CurrentBody zitiert eine achtwöchige Eurofins-Untersuchung mit einer Verringerung des gemessenen Faltenvolumens um 37,1 Prozent. Auch hier gilt: Ein Messwert an untersuchten Personen sagt nicht voraus, wie sich deine individuelle Augen- oder Stirnpartie verändert. Besonders für Besitzerinnen der Serie 2 ist deshalb wichtig, dass 1072 nm allein kein Grund für ein Upgrade ist; neu ist vor allem die Kombination aus sechs Wellenlängen und gezielter Steuerung.
So individualisierst du die Maske mit der CurrentBody App
Der spannende Unterschied zur festen Routine der Serie 2 zeigt sich erst, wenn du die App öffnest. Nach dem Download aus dem App Store oder Google Play Store verbindest du die Series 3 über Bluetooth. Dann kannst du mit einem vorgefertigten Programm starten oder in MyDose eine eigene Behandlung anlegen. Du wählst die Hautanliegen und ordnest passende Wellenlängen bestimmten Bereichen des Gesichts zu. Laut CurrentBody lässt sich die Auswahl bis auf einzelne LEDs anpassen; mehrere Wellenlängen können in einer Zone kombiniert werden. Die App berechnet dazu die Lichtdosis, statt dass du selbst Leistung und Dauer schätzen musst.
Ein gedachtes Beispiel, keine persönliche Behandlungsempfehlung: Du interessierst dich für Rot und Nahinfrarot als Basis der Routine, möchtest an einer Stelle mit Unreinheiten zusätzlich Blau und an einer anderen Zone mit sichtbarer Rötung Gelb einsetzen. In MyDose stellst du diese Zonen zusammen, prüfst die vorgeschlagene Behandlung und speicherst sie. Beim nächsten Mal rufst du das gespeicherte Protokoll wieder auf; du musst die Lichtverteilung nicht jedes Mal neu festlegen. CurrentBody zufolge kann ein solches Protokoll über einen eigenen Behandlungscode mit anderen App-Nutzern geteilt werden.

Du möchtest dich nicht mit einer Gesichtslandkarte beschäftigen? Dann wählst du eines der vier Presets: Das Programm für Alterszeichen kombiniert Rot, Nahinfrarot und tiefes Nahinfrarot; das für Unreinheiten nutzt Blau zusammen mit Rot und Nahinfrarot. Ein weiteres Programm setzt Grün und Nahinfrarot für einen ebenmäßigeren Teint ein, das vierte Gelb und Nahinfrarot für sichtbare Rötungen. Die Programme laufen direkt über den Controller. MyDose ist deshalb ein Zusatznutzen und keine Pflicht, bevor du die Maske überhaupt verwenden kannst. Die konkreten Programmnamen können in der deutschsprachigen App anders lauten als in den bereitgestellten englischen Folien.
Was mir an dieser Idee gefällt: Du musst deine Haut nicht auf ein einziges Schlagwort reduzieren. Die Einstellung kann zu verschiedenen Zonen passen, während die App die Dosis nach dem hinterlegten Protokoll berechnet. Ob die vielen Möglichkeiten im Alltag für dich ein Gewinn sind, hängt davon ab, wie gern du solche Einstellungen wirklich nutzt. Ich würde zunächst zwei Wochen bei einem Preset bleiben, statt täglich Farben zu wechseln: So bleibt die Routine übersichtlich und du kannst Beobachtungen besser einordnen. Das ist mein praktischer Vorschlag, keine Vorgabe aus einer Studie.

Serie 3 oder Serie 2: Für wen lohnt sich der Wechsel?
Meine bisherigen Erfahrungen beziehen sich auf die Serie 2. Darüber habe ich ausführlich in meinem Langzeitbeitrag zur CurrentBody LED-Maske Serie 2 geschrieben. Sie bietet drei Wellenlängen und eine feste Zehn-Minuten-Routine. Wenn du damit zufrieden bist und vor allem eine unkomplizierte Rotlichtanwendung suchst, musst du sie nicht wegen einer neuen Generation ersetzen. Für einen Neukauf ist die Serie 3 besonders interessant, wenn du unterschiedliche Hautanliegen gezielt berücksichtigen und deine Programme selbst einstellen möchtest.
Die Frage lautet also nicht einfach, welches Modell mehr kann, sondern welche Funktionen du regelmäßig verwenden wirst. Eine hochwertige Maske bleibt eine größere Anschaffung; zusätzliche Modi bringen dir wenig, wenn sie nach der ersten Woche ungenutzt bleiben. Einen ausführlichen Vergleich meiner Erfahrungen mit den ersten beiden Generationen findest du außerdem in meinem Test der CurrentBody LED-Maske Serie 2.

So würde ich die neue Maske in meine Routine einbauen
CurrentBody empfiehlt zehn Minuten pro Anwendung, drei- bis fünfmal pro Woche. Vor der ersten Gesichtsanwendung sieht die Herstelleranleitung einen 24-stündigen Empfindlichkeitstest am inneren Arm vor. Danach wird die Haut gereinigt und getrocknet, die Maske angelegt und ein Preset oder ein in der App gespeichertes Programm gestartet. Nach der Sitzung schaltet sich die Maske automatisch ab. Beachte zusätzlich die vollständigen Sicherheitshinweise des Herstellers, insbesondere wenn du lichtempfindlich bist oder entsprechende Medikamente verwendest.
Ich würde mit einem voreingestellten Programm beginnen und erst danach eigene Zonen festlegen. So lässt sich die Nutzung leicht in eine Abendroutine einbauen, ohne dass aus zehn Minuten Hautpflege ein Technikprojekt wird. Wenn du grundsätzlich wissen möchtest, welche Rolle Beauty-Tools neben Pflege und Sonnenschutz spielen, passt dazu mein Beitrag über strahlende Haut ab 40.
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Mein Fazit zur CurrentBody LED-Maske 3. Generation
Die neue Maske wirkt für mich vor allem als durchdachte Weiterentwicklung für Menschen, die ihre LED-Routine auf verschiedene Hautzonen abstimmen wollen. Vier Presets halten den Einstieg einfach; MyDose bietet Spielraum, wenn du später genauer werden möchtest. Mein positives Urteil über die langfristige Nutzung von CurrentBody LED-Masken stammt aus meiner Erfahrung mit den Vorgängermodellen. Einen eigenen Langzeiteffekt der Serie 3 werde ich erst nach regelmäßiger Anwendung beurteilen. Wer diese Unterscheidung mitdenkt und die Maske häufig nutzen möchte, findet hier einen überzeugenden Grund, sich das neue Modell genauer anzusehen.
CurrentBody LED-Maske 3. Generation ansehen: Produktseite bei CurrentBody.

Häufige Fragen
Brauche ich die App für jede Anwendung?
Nein. Vier voreingestellte Programme lassen sich laut CurrentBody direkt am Controller auswählen. Die App benötigst du für individuell konfigurierte MyDose-Behandlungen.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Laut Hersteller zehn Minuten. Empfohlen werden drei bis fünf Anwendungen pro Woche; halte dich an die Hinweise zum gewählten Programm.
Ist die Serie 3 automatisch besser als die Serie 2?
Sie bietet mehr Einstellungsmöglichkeiten und Wellenlängen. Ob sich der Aufpreis für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, ob du diese Möglichkeiten nutzen willst. Eine funktionierende Serie 2 bleibt für eine einfache feste Routine sinnvoll.

